Prototyp

Nachdem mit der Midi-zu-Usb-Brücke die Verbindung zum Computer geklärt ist, folgt nun die Probe auf’s Exempel: Ein Prototyp soll beweisen, dass die Ansteuerung des Drum-Synthesizers von einem Atmel aus möglich ist.

Ich habe meinen Prototyp auf einem Breadboard aufgebaut, weil man so ohne den Lötkolben bemühen zu müssen schnell experimentieren kann. In der Mitte meines Steckbrett-Aufbaus schlägt ein ATmega8 der mit einem Quarzoszillator (linke Hälfte) auf 4 MHz betrieben wird. Für einfache Experimente reicht es auch, den internen Schwingkreis des ATmega zu benutzen, jedoch ist diese mit 1-5% Ganggenauigkeit zu ungleichmäßig für Serielle Kommunikation und damit auch für unsere Midi-Brücke.

Der Grundaufbau der Beschaltung richtet sich nach dem Vorschlag von mikrocontroller.net, wobei auf den Kondensator zur Stabilisierung der analogen Referenzspannung C2 verzichtet wurde, da diese in diesem Setup nicht benötigt wird. Die Stromversorgung kommt von der Midi-zu-Usb-Brücke.

In der rechten Hälfte habe ich ein einfaches LCD-Display untergebracht, weil es als guter Beweis dafür dient, dass der ATmega macht, was er soll und zum Ausgeben von Debug-Informationen sehr geeignet ist.

die Aufgesteckte Platine mit ist ein Adapter vom der 6-Köpfigen Pinheader aus der Grundbeaschaltung auf den 2×3-Köpfingen Anschluss meines Programmieradapters. Die Idee dafür habe ich von zovirl.com entliehen. Als Programmieradapter habe ich mir einen mySmartUSB light von myavr.de, welcher sich dank Usb-Achschluss und geringer Größe schmerzfrei an einem Notebook betreiben lässt (bei eBay lassen sich ein paar Euros sparen).

Zur Ansteuerung des Displays verwende ich grundsätzlich den Code von mikrocontroller.net, jedoch habe ich die Kommentare an mein Schema angepasst, so dass der Quellcode im finalen Projekt einheitlich ist. Angeschlossen ist es mit einem Flachbandkabel, weil ich dies deutlich übersichtlicher finde als ein halbes duzend freiliegender Kabel.

Der Code auf Github steuert die Hardware so an, dass diese über die Midi-zu-Usb-Brücke die für Drums definierte Noten 35 bis 59 an den Computer schickt und dabei auf dem LCD-Display anzeigt, was grade versendet wurde. Zusammen sieht das dann so aus:

Beim Nachbauen empfehle ich, erst ein einfacheres Programm zum laufen zu bekommen und z.B. eine LED blinken zu lassen. Wenn das klappt, kann mit dem Anschluss des LCDs weiter gemacht werden. Wenn sich das LCD nicht so verhält wie erwartet, lohnt es sich die Reihenfolge der Pins noch einmal zu checken. Ich hatte zunächst die Datenleitungen falsch rum angeschlossen. Im Zweifelsfall auch noch mal die Beschaltung der Kontrastspannung prüfen.

Wenn das LCD funktioniert aber die Midi-Ausgabe nicht so klappt, bringt ein Blick auf den Midi-zu-Usb-Adapter meist Klarheit. Die Power-Led muss leuchten, die In-Led sollte blinken oder Flackern, wenn Daten übermittelt werden.

Verwendete Bauteile

Tip: alles gleich zwei mal bestellen; braucht man immer wieder.

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